Vampira´s Träume

vielen dank an Ralf von angel feat. 666

Begegnung mit einem Werwolf

Ich liege auf meinem Bett, höre Musik, schaue mir die Poster an der Wand an und träume vor mich hin. In meinem Zimmer brennt die große Lampe an der Decke, die rötliches Licht an die Wände wirft. Die Lampe ist so hässlich rosa.
Mein Bett steht für längs an der Wand auf der Seite, wo auch die Tür ist. Man kommt also zur Tür rein und sieht links das Bett. Die Tür steht offen und im Flur brennt das Licht. Mein Zimmer befindet sich am Ende von dem etwa acht Meter langem Flur. Vor meinem Zimmer befindet sich die große Stube, die zwei Eingänge hat. Die erste Tür befindet sich gegenüber dem Hauseingang, die zweite, zu meinem Zimmer zu, ist eine Schiebetür.
   Es ist schon spät am Abend und in der Stube brennen alle Lampen. Meine Eltern sind noch wach, der Fernseher läuft. Außer dem Fernseher hört man allerdings nichts aus der Stube.

Plötzlich höre ich vor dem Haus laute unheimliche Geräusche, als ob ein brutales Verbrechen stattfindet. Mein Vater hat es natürlich auch gehört und will nachsehen, was passiert ist. Ich beuge mich auf meinem Bett vor und schaue in den Flur. Die Geräusche werden immer lauter und schlimmer, die beiden Haustüren stehen offen. Dann höre ich, wie mein Vater schreit und in dem Moment kommt er in das Haus hinein geflogen! Irgendjemand hat ihn gepackt und ihn in das Haus geworfen! Meine Mutter schreit vor Entsetzen laut auf. Dann sehe ich eine schwarze, überaus große Gestalt im Flur. Ich sehe genauer hin und erkenne, dass es ein Werwolf ist! Ich bekomme Angst, kann aber nicht wegsehen. Der Werwolf beugt sich über meinen Vater und zerreißt ihn einfach mittendurch! Dann hör ich meinen Vater wieder schreien. Erleichtert denke ich: `Er lebt noch, Gott sei Dank.´ Dann rennt der Werwolf geradeaus in die Stube auf meine Mutter zu. Dann höre ich, wie sich der Werwolf über sie hermacht. Der Wolf brüllt und gibt unheimliche Laute von sich. Ich höre, wie er auf sie einschlägt.
Ich kann es nicht ertragen, und trotzdem gehe aus meinem Zimmer und stelle mich in die hinterste Ecke des Flures. Die Vasen und Gläser, die im Flur standen, sind kaputt. Überall ist Blut an den Wänden. Mein Vater liegt schwer verletzt und ohnmächtig im Flur.
Meine Mutter schreit und weint. Der Wolf verletzt sie stark, aber sie lebt. Als der Wolf aus der Schiebetür herauskommt, höre ich sie weinen.  
Jetzt sehe ich den Werwolf ganz deutlich, wie er auf mich zukommt. Er ist über zwei Meter groß, hat dichtes, schwarzes Fell, das in dem Licht glänzt. Seine Statur ist menschlich, aber sein Kopf ist noch größer als sein Oberkörper! Die Beine und Arme sind sehr lang und kräftig, die Krallen messerscharf. Das Fell auf dem Kopf und im Gesicht steht wild ab. Seine Augen sind schmal und leuchten grünlich aus dem dunklen Pelz hervor. Das Maul ist verzogen zu einer Fratze, man kann seine scharfen Zähne sehen, die schneeweiß hervorblitzen.
Jetzt begreife ich erst, dass er mich töten will und laufe rückwärts in mein Zimmer, lege mich ins Bett. Vor Angst schließe ich die Augen. Ich höre, wie der Wolf Anlauf nimmt und mit einem wilden Brüllen in mein Zimmer stürzt.
Dann ist alles mit einem Schlag wieder ruhig. Ich dachte, ich hätte geträumt und mache die Augen auf.
Und dann sehe ich den Werwolf tatsächlich vor meinem Bett stehen! Vor Entsetzen schreie ich auf und gleichzeitig wirft sich der Werwolf mit seinem ganzen Körper auf mich. Ich spüre und rieche seinen stinkenden Atem direkt vor meinem Gesicht und höre ein lautes Knurren.

In diesem Moment schrecke ich aus meinem Traum auf, bin aber noch nicht ganz wach. Ich fühle etwas schweres auf meiner Decke und habe Angst, die Augen aufzumachen. Ich habe totale Angst, der Werwolf könnte tatsächlich auf meinem Bett liegen und mich anstarren! Ich versuche die Luft anzuhalten, aber ich schaff es nicht lange. Ich atme langsam aus und dann wieder ein, und plötzlich höre ich wieder das Knurren! Ich bin immer noch im Halbschlaf und denke: der Werwolf ist wirklich hier!
Dann, nach einer Weile, atme ich wieder ein und höre erneut das Knurren.... und ich bemerke, dass ich schnarche!!
Auf einmal bin ich hellwach und weiß nicht, ob ich über mich lachen oder heulen soll. Vom eigenen Schnarchen bin ich aufgewacht und hatte auch noch Angst davor! Auf jeden Fall war ich mir jetzt sicher, dass ich geträumt hab und der Werwolf war aus meinem Gedanken verschwunden.



greschrieben von Vampira am 15.März 2006

noch so eine Begebenheit

Da meine Eltern beide arbeiten und mein Bruder immer unterwegs ist, gehe ich nach der Schule meistens zu meiner besten Freundin Janet. Wir unterhalten uns über alles Mögliche und machen viel Blödsinn zusammen. Wir kennen uns schon seit dem Kindergarten.
An jenem Tag bin auch wieder zu Janet gegangen. Wir hatten so viel Spaß miteinander, dass ich gar nicht bemerkt habe, wie die Zeit vergeht. Es war plötzlich sehr spät am Abend, etwa gegen elf, und ich hatte noch einen weiten Heimweg. Ich fand es sehr merkwürdig, dass sich meine Eltern nicht erkundigt haben, wo ich bin. Ich verabschiedete mich von meiner Freundin und machte mich mit meinem Schulsachen auf den Weg nach Hause. Obwohl der Vollmond sehr hell schien, war es doch außergewöhnlich dunkel.
Es gibt zwei Wege, die ich gehen kann, um nach Hause zu gelangen. Der Weg, den ich am Tag am liebsten gehe, ist sehr verlassen, es grenzen nur ein paar kleine Gärten an. Er liegt parallel zu der Hauptstraße und führt direkt in den Wald. Ich entschloss mich aber, die Straße entlang zu gehen, da der Weg keine Beleuchtung hat. Und ehrlich gesagt, habe ich im Dunkeln Angst, die Straße ist schon etwas besser beleuchtet.
Auf dem Weg nach Hause habe ich keinen einzigen Menschen getroffen, geschweige denn gesehen. Ich fand das sehr merkwürdig, da sonst immer jemand auf der Straße war, egal zu welcher Zeit. Es wurde mir immer unheimlicher, je weiter ich nach Hause kam. Unser Haus liegt etwa 30 Meter vom Waldrand entfernt und ist somit fast das letzte auf der Straße. Nur ein Haus liegt näher daran; unser Nachbar ist von Beruf auch Jäger.
Es wurde immer ruhiger und der Vollmond wirkte sehr bedrohlich. Als ich endlich unser Haus erreicht habe, sah alles genauso aus wie immer. Der Hund von unserem Nachbarn stand wie immer am Zaun. Es ist ein Rottweiler und der reagiert sehr aggressiv. Als ich näher kam, sah ich, dass der Hund ganz ruhig war. Er wirkte fast ängstlich und schaute immer abwechselnd zu unserem Haus und zu mir, als ob er mir sagen wollte: `Geh da nicht rein, da geht was Schlimmes vor sich.´ Ich dachte mir aber nichts dabei und ging schnell an ihm vorbei.
Das Haus an sich sah von außen genauso aus wie immer. Ich ging die ersten Stufen hoch und suchte nach meinem Schlüssel. Ich schloss die Tür auf und trat in das Haus. Eigentlich würde ich jetzt in einen Vorraum treten, wo man sich die Schuhe auszieht. Doch ich stand auf einmal mitten in der Stube, und die sah vollkommen anders aus. Es war auf einmal ein riesengroßer Raum mit einer Holztreppe im linken Bereich. Die Treppe war so gebaut, dass oben noch ein schmaler Gang angebaut war, der die beiden Schlafzimmer verbindet. Es sah aus wie eine Brücke. An dem Gang war ein Holzgeländer befestigt. Links unten neben der Treppe war eine Wohnküche eingebaut. Von der Haustür gesehen geradeaus stand das Sofa mit einem kleinen Tisch davor und in der hintersten rechten Ecke der Fernseher. Das einzige, was geblieben ist, war der Parkettfußboden. `Sieht eigentlich auch ganz hübsch aus´, dachte ich mir. `Hat wohl Vati wieder rumexperimentiert.´ Er ist Zimmermann.

Ich stehe immer noch in der Eingangstür und kann es kaum glauben, als plötzlich ein furchtbares Geräusch von oben kam. Mein Vater kam aus dem linken Schlafzimmer gerannt und brüllte wie ein Tier! Ich dachte, was ist denn jetzt mit dem los. Dann rannte er wieder zurück und ich hörte meine Mutter schreien. Komische Geräusche kamen wieder aus dem Zimmer, und dann kam er wieder raus. Er sah auf einmal so schrecklich aus: wie ein Tier. Seine Haare wurden länger und er hielt seine Hände hoch. Die Finger waren krumm und die Fingernägel waren sehr lang. Auch waren seine Hände sehr behaart. Er sah mich an und brüllte. Ich stand da und konnte mich nicht bewegen. Ich war total geschockt und starrte meinen Vater an. Dann rannte er wieder weg, diesmal in das andere Zimmer. Ich wusste auf einmal, dass das mein Zimmer ist. Sein Brüllen wurde lauter und kräftiger und wieder waren die komischen Geräusche zu hören, als ob irgendwas aufplatzt. Dann sah ich, das in dem Zimmer der Vollmond zu sehen war. Man konnte von unten sehen, dass die Vorhänge beiseite geschoben waren, damit der Vollmond in das Zimmer scheinen kann. Aus dem anderen Zimmer, wo meine Mutter war, kam kein Laut. Dann kam er wieder aus dem Zimmer gerannt, blieb kurz auf dem Gang stehen und sah mich an. Ich konnte nur zurückstarren. Sein Gesicht war zu einer tierischen Grimasse verzogen, die Nase wurde größer und breiter und seine Zähne wurden immer länger. Auch hatte er jetzt überall Haare im Gesicht. Ich hatte auch das Gefühl, dass er größer geworden ist. Nach einer Sekunde rannte er in das andere Zimmer und ich hörte meine Mutter laut schreien. Dann hörte sich es an wie ein Kampf und die Schreie von meiner Mutter wurden immer leiser und weniger, bis sie völlig verstummten. Ich zitterte wie verrückt und fing an zu weinen, weil ich wusste, dass sie tot ist. Es wurde auf einmal ganz still im Haus und ich dachte, es ist vorbei. Doch dann kam ein unglaublich wildes Gebrüll aus dem Zimmer und mein Vater stürzte heraus... aber es war nicht mehr mein Vater. Aus ihm ist eine unglaublich brutale Bestie geworden. Seine Hände waren plötzlich Klauen, der Körper groß und breit. Er hatte eine zottelige, dunkelblonde Mähne über den ganzen Körper, die Augen funkelten mich zornig an. Mir schoss durch den Kopf: `Dein Vater ist ein Werwolf und ich hab es die ganze Zeit nicht bemerkt!´ Dann dachte ich an meinen Bruder. Ob Patrick was passiert ist? Oder übernachtet er bei seinen Freunden?
Und dann ging alles ganz schnell: Der Werwolf kam auf mich zu gerannt und wollte mich auch umbringen. Ich spürte nur noch die Klauen auf meinem Rücken und seine Zähne in meinem Hals, danach war alles dunkel....

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war ich schweißgebadet. Ich zwang mich, die Augen aufzumachen und sah, dass es schon hell draußen war. Ich hörte aus der Küche die Kaffeemaschine laufen und das Radio lief auch. Es roch nach aufgebackenen Semmeln und ich bekam sofort Hunger. Ich hörte meinen Vater mitsummen, und spätestens da habe ich gewusst, dass ich wieder einmal nur geträumt hatte, Gott sei Dank....

geschrieben von Vampira am 9.April 2006

 


Und es geht schon wieder los

Es ist acht Uhr abends und ich sitze alleine zu Hause und schaue ein bisschen fern. Meine Eltern sind zu einem Geburtstag von irgendeiner Kollegin meiner Mutter gefahren. Aus Erfahrung weiß ich, dass sie erst spät nach Mitternacht wieder heim kommen. Es ist ja auch Wochenende. Mein Bruder ist auch mit seinen Freunden unterwegs.
Draußen ist es schon dunkel und ich mache das Licht in der Stube an, sonst ist es in der restlichen Wohnung dunkel. Ich hab mir gerade meine Lieblingsserie angesehen und mir was zum knabbern geholt. Ich leg mich auf das Sofa und schalte durch die Kanäle. Aber es ist wie immer, es kommt einfach nichts gescheites im Fernsehen. Also leg ich meinen Lieblingsfilm in den Videorecorder und lache über Pierre Richard.
Als der Film zu Ende war, war es um zehn. Irgendwie hab ich die blöde Angewohnheit immer auf die Uhr zu schauen, wenn niemand da ist. Ich mach den Videorecorder wieder aus und schalte noch mal durch. Irgendwo find ich dann was, das halbwegs interessant klingt und schau es mir an. Meistens ist es was lustiges, was ich mir im Fernsehen ansehe. Auch an diesem Abend such ich mir was Lustiges, Gruselgeschichten in der Nacht sind nicht so mein Fall.
Ich gucke noch ziemlich lange mir irgendwelche Shows an und wollte dann ins Bett.  
Ich stehe vom Sofa auf und gehe zum Fernseher, um ihn auszuschalten. Im Gehen sehe ich auf die Uhr und stelle fest, dass es genau Mitternacht ist. Das fand ich schon ein bisschen unheimlich. Ich knie mich vor dem Fernseher und will ihn ausmachen, als sich plötzlich das Bild ändert.
Vorher waren noch Leute zu sehen, die in einer Talkshow zu Gast waren. Auf einmal schiebt sich ein anderes Bild von unten nach oben über den Bildschirm und zeigt nur eine Person auf dem Bild. Es ist nur der Kopf zu sehen, von ganz Nahem. Es ist ein Mann. Er ist schwarz und hat schwarze Locken. Seine Augen sind sanft, fast traurig. Irgendwie gefällt mir das Gesicht und ich schau es mir eine Weile lang an. Es ist kein Ton zu hören und er sagt auch nichts. Dann neigt er seinen Kopf nach links und seine Augen gehen von oben nach unten. Es scheint so, als ob er mich wirklich sieht und mich mustert.
Ich starre zurück und mir wird langsam unbehaglich. Dann denke ich: `Warum schalt ich denn nicht einfach um?´ Gesagt, getan. Auf dem nächsten Kanal kommt ein Actionfilm. Zwei Männer rennen durch die Gegend und schießen auf alles mögliche. Ich dachte: `Was ist das denn für ein Blödsinn? Na ja, immerhin besser, als von einem angestarrt zu werden.´ Und dann auf einmal ging auch das Bild weg und von unten nach oben schob sich wieder der Mann, der mich vorher schon angeschaut hatte. Er sah auf einmal nicht mehr so freundlich aus. Seine Augen waren größer und er schien ein bisschen sauer zu sein, weil ich umgeschalten hatte. Er starrte mich an und schien mir zu sagen: `Wehe du schaltest noch mal um, da passiert was.´ Ich war ganz schön verwirrt und dachte: `Wie kann sich der Typ in alle Kanäle einschleichen?´ Ich schaltete wieder um und sah kurz ein klatschendes Publikum. Nach nur zwei Sekunden war auch das Bild weg und der Mann war wieder da. Er wirkte sehr zornig und funkelte mich durch den Fernseher an. Seine Nase zuckte und sein Mund öffnete sich langsam. Ich war total erschrocken und schaltete wieder um, aber überall war nur das Gesicht zu sehen. Ich stand auf und starrte nur noch auf das Gesicht, das sich weiter verformte. Seine Augen wurden breiter und größer; die Haare standen ihm zu Berge. Die Zähne leuchteten weiß und wurden länger und spitz.
Ich konnte nicht mehr hinsehen und mir fiel wieder ein, dass ich den Fernseher eigentlich ausmachen wollte. Ich versuchte, den Knopf zum Ausschalten zu drücken, aber es ging nicht, er klemmte. Da fiel mir ein, ich könnte ja den Stecker ziehen. Um den Stecker zu ziehen, muß man hinter den Schrank greifen, auf dem der Fernseher stand. Ich versuchte, auf den Schrank zu steigen und dahinter zu greifen. Aber ich kam nicht hin, meine Arme sind zu kurz.
Ich stieg wieder vom Schrank runter und sah kurz in den Fernseher.
Da sah ich, dass er sich komplett in einen Werwolf verwandelt hat. Seine Augen waren gelb und funkelten mich böse an, er hatte auch überall Haare im Gesicht, die wild abstanden. Das Maul war fast doppelt so breit und die Zähne schienen weiß hervor. Bis zu dem Zeitpunkt war kein Ton zu hören, und plötzlich riss er sein Maul auf und brüllte los. Er machte Anstalten aus dem Fernseher zu klettern. Er beugte seinen Kopf vor und die Bildröhre vom Fernseher wölbte sich. Ich war wie gelähmt, dachte aber: `Der kommt dort sowieso nicht raus.´ Doch plötzlich sah ich eine Klaue außerhalb des Fernsehers! Die Klaue kam aber nicht aus dem Bildschirm, sondern irgendwie durch die Seitenwand des Fernsehers. Die Krallen waren lang und spitz und er umklammerte die Hülle des Fernsehers.
Als ich das sah dachte ich nur noch an Flucht und rannte los, zuerst wollte ich nach draußen. Ich öffnete die Tür zu der Terrasse und sah auf einmal den Vollmond über unserem Haus stehen. Ich erschrak aufs Neue und rannte wieder zurück in die Stube. Dort sah ich, dass der Werwolf schon beide Klauen außerhalb des Fernsehers gebracht hatte. Auch hatte er es geschafft, den Kopf durch den Bildschirm zu drücken. Er sah mich und brüllte mich an.
Ich schrie laut auf und rannte in die Küche. Ich sah aus dem Fenster und fragte mich, wann meine Eltern wiederkommen. Ich hatte solche Angst, dass ich mich nicht mehr getraut habe, mich zu bewegen. Ich starrte nur noch aus dem Fenster in die Dunkelheit und wartete, bis das Auto von meinen Eltern vorfuhr.
Aus der Stube kamen komische Geräusche: Das brüllen von dem Vieh, das Zerplatzen des Fernsehers. Dann klang es, als ob der Werwolf randaliert und erst mal alles umschmeißt.
Danach war es ruhig. Ich dachte schon, er hat es nicht geschafft aus dem Fernseher zu kommen. Oder hat sich dabei verletzt und ist daran gestorben.
Doch dann hörte ich Schritte hinter mir auf den kalten Fliesen der Küche. Ich hielt die Luft an und sah weiter aus dem Fenster. Dann spürte ich nur noch einen warmen Atem auf meinem Hals....und wachte aus meinem Traum auf. Mir fuhr es eiskalt den Rücken runter und verkroch mich noch tiefer in mein Bett.Dieser Traum wiederholte sich in meiner Kindheit ungefähr 5 mal.

geschrieben von Vampira am 30.April 2006

 

es kommt noch schlimmer

Es war 5 Uhr in der Früh und ich lag schon hellwach in meinem Bett. Ich dachte daran, dass mein Vati gleich ins Zimmer kommt und mich weckt. Er musste immer zeitig aufstehen, weil er einen sehr langen Arbeitsweg hatte. Er kam immer halb sechs in mein Zimmer und hat nachgesehen, ob ich schon wach bin. Meistens war ich das ja auch.
Aber an dem Tag wollte die Zeit einfach nicht vergehen und ich wollte nicht länger im Bett liegen bleiben. Ich hab nämlich immer „Video-nonstop“ auf Tele5 geguckt. Da kamen eigentlich immer die selben Lieder, aber mir hat´s trotzdem gefallen. Ich hab ja auch immer auf ein bestimmtes Lied gewartet: Sinead O´Connor mit Nothing compares 2U. Das war meine absolute Lieblingssängerin und bei dem Video hab ich immer mitgeheult.
Ich bin also schon um 5 Uhr aufgestanden und hab den Fernseher angemacht, um Musikvideos zu sehen.
Wir hatten damals einen Fernseher, bei dem zuerst der Ton kam und danach erst allmählich das Bild zu sehen war. Zuerst kam auch Musik die aber immer leiser wurde, das Lied war schon zu Ende. Dann war schon etwas im Fernseher zu sehen: Ein Auto fuhr einen Weg hoch und blieb nahe an einem Wald stehen. Dann stiegen zwei Leute aus, ein Mädchen und ein Mann. Der Mann hieß Michael, das Mädchen hatte anscheinend keinen Namen, oder ich hab ihn überhört. Beide hatten dunkle Hautfarbe und in dem Film war es auch schon Nacht.  
Der Mann stellte sich unter einen Baum und sah das Mädchen besorgt an. Die beiden unterhielten sich. Es war zwar englisch, aber mit deutschen Untertitel, so dass ich es auch verstehen konnte. Genau weiß ich es nicht mehr, aber es war ungefähr so:
Michael: „Ich muss dir etwas sehr wichtiges sagen. Ich bin anders, als du denkst.“
Das Mädchen: „Aber das weiß ich doch. Deshalb liebe ich dich ja auch so sehr.“
Michael: „Nein, nein das meine ich nicht. Lauf lieber weg bevor es zu spät ist.“
Im Hintergrund war der Vollmond zu sehen, und dann auf einmal brach Michael zusammen und brachte nur noch unverständliche Laute heraus. Er beugte sich zu Boden, sein Gesicht war nicht zu sehen. Das Mädchen machte sich natürlich Sorgen und ging auf ihn zu: „Michael, was hast du? Was ist mit dir?“
Und auf einmal kam Michael mit dem Kopf hoch und sah direkt in die Kamera und rief: „Go away!“
Da brauchte ich keine Übersetzung, das hab auch ich verstanden. Michael hatte auf einmal ein ganz verschobenes Gesicht und gelbe Augen. Ich glaube, auch gesehen zu haben, dass seine Zähne länger waren. Ich bin total erschrocken und machte erst mal einen Satz rückwärts. Dann starrte ich den Fernseher an und sah das Mädchen, was nur noch am Schreien war. Sie lief weg und rannte in den Wald. Dann kam auf einmal wieder Michael ins Bild. Er verwandelte sich weiter: die Haare wurden länger, die Ohren wurden spitz wie bei einem Hund, die Hände wurden länger und zu Klauen.
Dann verdrehten sich die Augen.... und bei mir war es aus. Ich konnte nicht mehr hinsehen und hielt mir die Hand vors Gesicht. Ich wollte nur noch den Fernseher ausmachen. Das Mädchen schrie immer noch und das verwandelte Etwas rannte hinter ihr her, hörte sich zumindest so an. Ich tastete mich vor und wusste vor lauter Angst nicht mehr, welcher der Ausschaltknopf war. Ich versuchte erst mit zugehaltenen Augen den Knopf zu erfühlen, aber die waren alle gleich. Also musste ich notgedrungen noch mal die Hand vom Gesicht nehmen. Und in dem Moment sah ich, wie sich das Ding im Fernsehen über das Mädchen beugte und direkt in die Kamera sah... Ich bin wieder zu Tode erschrocken, es sah so aus, als würde es gleich mich überfallen.
Ich drückte schnell den roten Knopf und rannte zurück ins Bett. Ich hatte so eine Wahnsinns-Angst, ich wollte nicht mehr aufstehen. Nach einer halben Stunde kam dann mein Vati ins Zimmer und wollte mich wecken, aber ich hatte mich schlafend gestellt. Ich dachte, wenn ich mich umdrehe, sehe ich wieder die verwandelte Fratze....
Seit dem hatte ich immer Angst vor dem Dunkeln und auch Angst vorm Einschlafen. Ich hab gedacht, solche Leute gibt es wirklich und hatte Angst, dass so ein Vieh bei uns einbricht und uns alle umbringen will. Von diesem Tag an hab ich nur noch Albträume gehabt, die so circa 10 Jahre andauerten. Mit 11 bis 13 Jahren waren sie am schlimmsten. Die ersten 3 Träume sind in der Zeit gewesen.
 
Dieses Erlebnis ist schon sehr lange her. Ich war damals 9 Jahre alt.
Erst später hab ich erfahren, dass es Michael Jackson war, der mir den Schreck eingejagt hat. Jetzt, 16 Jahre später, hab ich das Video zum ersten Mal in voller Länge gesehen und es gefällt mir sogar...

geschrieben von Vampira am 30.05.2006

Horror Traum

Als ich am frühen Morgen erwachte, dachte ich: „Oh Gott, wieder in diese blöde Schule gehen.“Es war damals in der sechsten Klasse. Ich war gerade neu in der Schule und hatte einige Schwierigkeiten, mich da einzuleben. Die meisten Jungs in der Klasse hänselten und beschimpften mich grundlos. Und ich konnte mich auch nicht dagegen wehren. Die Schlimmsten waren Sascha und Tony. Sie beleidigten und traten mich einfach so.Als ich daran dachte, wollte ich nicht aufstehen.
Ich blieb solange liegen, bis meine Mutter ins Zimmer kam und mich weckte. Widerwillig stieg ich aus dem Bett und ging ins Bad. Ich sah in den Spiegel und bemerkte, dass ich irgendwie anders aussah. Irgendetwas hatte sich verändert, aber ich wusste nicht, was es war. Ich ignorierte es einfach und wusch mich, zog mich an und fuhr dann mit dem Fahrrad in die Schule.
Als ich dort ankam, standen schon ein paar Schüler vor dem Einlass. Der Direktor machte erst zehn vor sieben die Tür auf. Ich wollte mein Fahrrad abstellen, aber wie immer standen dort schon die Jungs und verstellten mir den Weg. Da ging es schon los mit diesen ewigen Beleidigungen. Ich hatte jetzt schon wieder die Nase voll und wollte nach Hause.
Ich versuchte, nicht hinzuhören und bahnte mir einen Weg durch die Masse und ging wieder vor das Tor zu meiner Freundin Jasmin.Als die Tür endlich auf war, drängelten sich die Leute in die Schule. Jasmin und ich warteten, bis das Gerangel vorbei war und bummelten dann hinterher. Wir waren nicht gerade motiviert in die Schule zu kommen. Denn jetzt gehen die Beschimpfungen erst richtig los. Meine Freundin hat leider auch viel davon abbekommen.Auf dem Weg zum Klassenzimmer kam wieder mein „spezieller Freund“ Tony an uns vorbei und stoß uns zur Seite ans Treppengeländer.
Ich hasste diesen Vogel. Wenn ich nur daran dachte, dass der auch noch neben mir sitzt, wurde mir schon schlecht. Im Zimmer angekommen, ging die erste Schlägerei des Tages unter den pubertierenden Jungs los. Ich hatte Mühe an meinen Platz zu kommen, setzte mich dann endlich hin. Tony war noch in der Schlägerei verwickelt, was für mich sehr erholsam war. Es war mal jemand anders 'Mode'.Als die Lehrerin dann ins Zimmer kam, wurde es dann etwas ruhiger.
Sie brachte die prügelnden Kinder auseinander und begann mit dem Unterricht.Danach kam es so wie es immer kommt: Einige Jungs fingen wieder an zu schreien und zu stänkern, die Lehrerin ging in dem Krach unter, konnte sich nicht mehr durchsetzen, und wir Mädels verstanden kein Wort mehr.Natürlich fing Tony neben mir an, mich zu hacken und zu treten. Das machte mich natürlich wütend, aber bis zu dem Tag war es so, dass ich einfach so getan habe als würde mir es nichts ausmachen.
Aber an diesem Tag versuchte ich mich zu wehren, doch er hielt mich fest.Ich wurde immer wütender, starrte ihn an und auf einmal merkte ich, wie sich etwas in mir veränderte. Ich hatte das Gefühl, dass meine Augen größer und breiter wurden.
Es brannte und kribbelte hinter meinen Augen. Tony hielt mich immer noch fest. Plötzlich sah ich, dass sich meine Hände veränderten. Sie wurden zu riesigen Klauen mit spitzen Krallen. Tony sah mich erschrocken an und ließ mich sofort los.Auf einmal wurde es immer lauter in der Klasse, alle sprangen auf, schrien durcheinander und drängten sich in die hinterste Ecke.Ich schoss in die Höhe, mein Körper wurde breiter, meine Kleidung lag zerrissen am Boden.
Und mein Kopf schien zu bersten! Vor lauter Schmerz wollte ich schreien, aber es kam nur ein tiefes Grollen aus meiner Kehle! Das kleine bisschen Menschlichkeit, was ich noch in mir hatte, verschwand. Aus mir ist ein Werwolf geworden! Das Tier schnappte sich Tony und biss ihm den Kopf ab. Den Rest schleuderte es an die Wand. Dann beugte es sich über Sascha und gab ihn einen kräftigen Hieb mit seinen Pranken, so dass er gegen die Tafel geschleudert wurde.
Man hörte die Knochen brechen und Sascha sackte tot mit einem Genickbruch zusammen. Dann nahm das Tier die Tische und Stühle und zerschmetterte sie auf den anderen Kindern. Blut spritzte an die Decke, den Wänden und Fenstern.
Die Kinder schrien, der Werwolf brüllte. Die ganze Schule versuchte zu fliehen, aber der Werwolf tötete sie alle! Plötzlich war alles ganz ruhig. Das Zimmer und der Flur sahen aus wie ein Schlachtfeld. Der Werwolf stand da und rührte sich nicht. Dann, ganz allmählich, verschwand der Werwolf aus meinem Körper. Ich war wieder ein Mensch und sah was ich angerichtet hatte.
Sogar meine beste Freundin war tot! Mit diesem Gedanken erwachte ich aus meinem Traum. Ich war sofort hellwach. Ich dachte an die ganzen Leute, die ich gleich in der Schule treffen werde und so beruhigte ich mich langsam. Ich dachte sogar an Tony, und hoffte, dass ihm nichts passiert ist!....

Alle Namen sind frei erfunden. Wenn das jemand liest der mich kennt und sich angesprochen fühlt.... Der Werwolf lauert noch hungrig in mir!!!

geschrieben von Vampira am 24.10.2007

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